Nacktscanner fürs Haus oder: je blauer, je besser
Die Thermografie macht sichtbar, was dem menschlichen Auge verborgen bleibt. Sie zeigt farbenreich die thermischen Schwachstellen in der Gebäudehülle. Rot zeigt warme Bereiche, blau eher kalte. Ein Lokaltermin bei den Hagenbuchs in Untersiggenthal bringt Licht ins Dunkel. AEW ON! ist mittendrin statt nur dabei.

- Diese unbekannte Liegenschaft zeigt definitiv zu viel rot
Dorli Hagenbuch freut sich im Stillen und gibt nur sehr verhalten Auskunft. Dieser Rummel um ihr Haus und ihre Person, scheint ihr zu viel des Guten. Trotzdem - etwas stolz ist sie schon, man spürt es, man merkt es ihr an. Denn ihre Bemühungen tragen Früchte, ihr Engagement für mehr Energieeffizienz in den eigenen vier Wänden bleibt offensichtlich nicht ohne Folgen.
Wärmepumpe statt Ölheizung
Es naht die Stunde der Wahrheit. Bald wird sich zeigen, was erste Massnahmen die Gebäudehülle besser abzudichten, gebracht haben. Familie Hagenbuch hat in mehreren Etappen sämtliche Fenster ihrer 1955 erbauten Liegenschaft ersetzt. Im kommenden Sommer folgt der nächste grosse Schritt. Die Ölheizung muss einer Wärmepumpe weichen. Anselm Hagenbuch ist Leiter Wärmecontracting bei der AEW Energie AG. Er referiert viel über Wärme und den damit verbundenen Energieverbrauch. Aber er spricht nicht nur, er handelt auch. Nicht zuletzt dank der tatkräftigen Unterstützung seiner Frau.
Dorli Hagenbuch ist dem Aufruf der Wohngemeinde gefolgt, eine Infrarotaufnahme ihrer Liegenschaft zum Vorzugspreis von 119 CHF zu erstellen. An einem kalten Januarabend ist es soweit. Es geht los. Die Infrarotkamera der Firma ibih AG schiesst erste Bilder. Martin Oehme, der sie bedient, ist Fachmann und kommentiert, was er macht, wie er vorgeht und was auf den Bildern zu sehen ist.
Die Bilder sind geschossen. Rund 15 Minuten hat die Aktion gedauert. Die Nacht in Untersiggenthal ist noch kälter geworden. Dorli und Anselm Hagenbuch aber stört es nicht. Die Bilder bestätigen, was sie gehofft haben, ihr Haus ist gut isoliert.
GEAK® der GebäudeEnergieAusweis und was es damit auf sich hat
Der Gebäudeenergieausweis der Kantone stuft ein Gebäude aufgrund seiner Gesamtenergieeffizienz (Gebäudehülle und Haustechnik) ein. Aufgrund des berechneten Energiebedarfs wird das Gebäude auf der Energieetikette in Klassen einer Skala von A bis G eingeteilt. Der GEAK® schafft einen benutzerunabhängigen Vergleich zu anderen Gebäuden.
Der Beratungsbericht zum GEAK® ist individuell auf die Hausbesitzer abgestimmt. Er dokumentiert die Objekt- und Energiedaten und liefert eine Bestandsaufnahme der Gebäudehülle und der Haustechnik. Gezielte Massnahmenvorschläge helfen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das Energiesparpotential wird auf der letzten Seite in klaren und eindrücklichen Zahlen ausgewiesen.
Der GEAK® sowie die darauf aufbauenden Beratungsberichte können von jeder zertifizierten Fachperson ausgestellt werden. Entsprechende Experten und Expertinnen sind auf der Internetseite www.geak.ch unter „GEAK® Light“ und „Zertifizierte Experten“ auffindbar.







