Sparen mit neuen Fenstern


Wertvolle Heizenergie darf nicht ungenutzt verloren gehen. Fenster mit Wärmeschutzverglasung halten dreimal mehr Wärme zurück als alte Modelle.


Die Energiebilanz der Fensterflächen ist umso besser, je niedriger die Wärmeverluste und je höher die Wärmegewinne sind: Wärmeverluste hängen vor allem von der Konstruktion und dem sorgfältigen Einbau der Fenster ab. Rollläden und Vorhänge unterstützen den Wärmeschutz. Die Wärmegewinne eines Fensters sind umso grösser, je mehr Sonneneinstrahlung es durchlässt. Ist es zur Sonne gerichtet und nachts gut gegen Wärmeverluste geschützt, kann es sogar eine bessere Energiebilanz aufweisen, als eine gut wärmegedämmte Aussenwand.

Fensterrahmen – Holz, Kunststoff oder Metall?

Auch das Rahmenmaterial – 15 bis 35 Prozent der Fensteröffnung entfallen auf den Rahmen (Quelle: Bundesumweltamt) – entscheidet über die Energieeinsparung mit. Holz- und Kunststoffrahmen haben die beste Dämmwirkung. Gleichwertige Metallrahmen müssen durch innere Kunststoff-Abstandhalter thermisch getrennt sein, um die Wärmeleitung durch das Material zu verringern. Wichtig ist aber auch eine gut abgedichtete Anschlussfuge zwischen Rahmen und Mauerwerk.

 

Tipps fürs Lüften

Gut abgedichtete Fenster erfordern die Anpassung der Lüftungsgewohnheiten. Bis zu 45 Liter Wasserdampf produziert ein Drei-Personen-Haushalt statistisch gesehen jeden Tag. Wird nicht gelüftet, findet der Schimmelpilz bald einen Nährboden, denn er mag es warm und feucht. Schimmelpilze schädigen das Mauerwerk, verschlechtern das Raumklima und beeinträchtigen die Gesundheit. Wer feuchte Wände vermeiden will, braucht neben Wärme auch die richtige Dosis Frischluft.

Erneuern Sie regelmässig die Raumluft, drei bis viermal pro Tag. Nicht dauerlüften, sondern zwei bis fünf Minuten stosslüften: Dazu Fenster und Türen ganz öffnen. Je kälter es draussen ist, desto kürzer und dafür häufiger lüften. Nicht vergessen: Heizkörper dabei abdrehen! Bei Abwesenheit während des Tages ist natürlich auch das Lüften tagsüber nicht möglich, aber auch nicht nötig. Hier reicht es, morgens und abends richtig zu lüften. www.aew.ch/energiesparen

Stellen Sie grosse Möbel nicht direkt an die Wand, sondern lassen Sie etwa fünf Zentimeter Platz. Feuchtigkeit sammelt sich gern an Wänden, die von der Luftströmung abgeschirmt sind. Hygrometer nennt man Geräte zur Messung der relativen Luftfeuchtigkeit. Mit ihrer Hilfe lässt sich der Wasserdampfgehalt der Luft leicht kontrollieren: Werte, die zwischen 40 und 60 Prozent liegen, sind in Wohnräumen ideal.

Sonderfall Keller

Im Keller ist alles anders: Hier darf im Sommer nicht oder nur zurückhaltend gelüftet werden. Denn schlägt sich warme und feuchte Aussenluft als Kondenswasser an kühlen Kellerwänden nieder, entsteht auch hier Schimmel.

Weiter interessante Links:
www.aew.ch 
www.sf.tv
www.jetzt-daemmen.ch

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