AEW Kunde zeigt Profil
An drei Standorten produziert die Ernst Schweizer AG, Metallbau ihre hochwertigen Produkte. Das neueste Büro- und Fabrikationsgebäude steht im Aargauischen Möhlin. Ein Besuch vor Ort.
Dunkel ist es noch an diesem kalten Januarmorgen an der Bäumlimattstrasse in Möhlin. Trotzdem, die Konturen des vor fünf Jahren im Minergie-Standard erbauten Büro- und Fabrikationsgebäudes der Ernst Schweizer AG, zeichnen sich deutlich vor dem grauen Nachthimmel ab. Der Bau steht - einem Solitär gleich - ruhig und gelassen. Die schlichte Eleganz verrät nicht viel vom Innenleben. Wer jedoch eintritt, erfährt so manches über das sinnvolle Bauen und vom verantwortungsvollen Umgang mit kostbaren Ressourcen. Er erkennt die konsequenten Bemühungen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern optimale Arbeitsplätze zu bieten. Und schliesslich und vor allem sieht er das hervorragende bauliche Gesamtergebnis.
Vier Schweizer-Erfolgs-Punkte
Patrick Wissler ist Geschäftsbereichsleiter Holz/Metall-Systeme und Stellvertreter des Unternehmensleiters. Er führt durch den Betrieb, nicht ohne zuerst aus dem Leitbild die vier Schweizer-Erfolgs-Punkte (SEP) zu zitieren: Kundenorientierte Leistung, Umwelt, Wirtschaftlichkeit, sowie Mitarbeiter und Gesellschaft. Jeder Punkt steht unverrückbar im Zentrum des Firmenleitbildes.
Umweltbewusste Produktionsanlagen
Was sofort auffällt: Der Industriebetrieb in Möhlin ist offen und hell. Transparent wie die Firmenpolitik. Am Standort in Möhlin werden Metallrahmen für Holz/Metallfenster hergestellt. Fast alles läuft computergesteuert. Fachleute aber stehen auch hier im Einsatz.
Die Aluminiumprofile werden automatisch aus dem Hochregal-Lager geholt, auf Mass und Gehrung geschnitten, zu Metallrahmen verarbeitet, beschriftet und verpackt. Alles beinahe lautlos und in kürzester Zeit. Hier wird Hochwertiges produziert. Aber nicht auf Kosten der Umwelt.
"Die modernen Produktionsanlagen benötigen immer weniger Personal. Die freigewordenen Arbeitskräfte können wir dank der grösseren Produktionsleistung aber problemlos weiterbeschäftigen", erklärt Wissler. Tatsächlich konnte die Ernst Schweizer AG trotz Wirtschaftskrise im letzten Jahr 20 neue Stellen schaffen. Eine beeindruckende Leistung.
Jedes Jahr zwei Prozent weniger
Der Betrieb in Möhlin bezieht ausschliesslich AEW Flussperle Strom. "Der kostet zwar 1,076 Rappen mehr pro Kilowattstunde. Jeder einzelne Rappen ist aber ganz hervorragend investiert", sagt Patrick Wissler, um gleich den künftigen Stromverbrauch zu definieren: "Jedes Jahr zwei Prozent weniger." Dies ist möglich, weil die Ernst Schweizer AG wert auf einen hochmodernen Maschinenpark legt. Neue Elektromotoren verbrauchen deutlich weniger Strom als ältere Aggregate. Rund zwei Millionen investiert die Firma jedes Jahr in neue Produktionsanlagen.
Es ist hell geworden in Möhlin. Von aussen sind die drei Gebäudeteile nun gut zu erkennen. Die eingeschossige Produktionshalle mit ihren 4150 Quadratmetern Nutzfläche, das vollautomatische Profil-Kassettenlager und schliesslich das 4000 Kubikmeter umfassende Bürogebäude. Ein Solitär im Industriegebiet von Möhlin, der hoffentlich bald viele Nachahmer findet.
Ernst Schweizer AG, Metallbau
8908 Hedingen, www.schweizer-metallbau.ch
Das Unternehmen beschäftigt 552 Mitarbeitende, davon 44 Lernende und erzielte 2008 einen Umsatz von 139 Mio. Franken.






