Förderung durch den Kanton Aargau

Die Fachstelle Energie des Departements Bau, Verkehr und Umwelt hat auf einem zweiseitigen Formular in übersichtlicher Art und Weise sämtliche  Fördermassnahmen aufgeführt. Unterteilt in Beratung, Gebäude und Haustechnik werden die verschiedensten Vorgehensweisen aufgelistet und die Voraussetzungen erklärt, die erfüllt sein müssen, damit Fördergelder gesprochen werden. Das Förderprogramm 2010 mit den entsprechenden Antragsformularen kann von www.energie.ag.ch heruntergeladen oder angefordert werden.

Sparen Sie Geld mit dem aktuellen Förderprogramm

Der Klimarappen ist passé. Fördergelder für Umbauwillige gibt es seit Anfang 2010 aus dem Gebäudeprogramm. Neu ist: Auch Teilsanierungen werden finanziell unterstützt.

Das Gebäudeprogramm …

© 2010 Konferenz Kantonaler Energiedirektoren

… löst ab 2010 das Förderprogramm der Stiftung Klimarappen ab. Grundlage für das Gebäudeprogramm ist das CO2-Gesetz. Das Programm dauert zehn Jahre. Es werden ein Drittel oder jährlich maximal CHF 200 Mio. aus der CO2-Abgabe auf Brennstoffen für das Gebäudeprogramm eingesetzt. Für das Jahr 2010 stehen 200 Millionen Franken zur Verfügung. Dazu kommen noch kantonale Beiträge zwischen 80 und 100 Mio. Franken. Insgesamt stehen so pro Jahr 280 bis 300 Millionen Franken zur Verfügung.

Was wird gefördert?

Das Gebäudeprogramm unterstützt die verbesserte Wärmedämmung von Einzelbauteilen in bestehenden, beheizten Gebäuden, die vor dem Jahr 2000 erbaut wurden. Einzelbauteile sind Fenster, Wände, Böden und das Dach.

Schweizweit einheitlich

Mit einer Wärmedämmung von Fenstern, Wänden, Böden und Dach werden die Innenräume eines Gebäudes besser gegen das Aussenklima geschützt. Das Gebäudeprogramm legt für diese Massnahmen Unterstützungsbeiträge pro Quadratmeter fest. Es werden nur gut dämmende Einzelbauteile unterstützt. Grundsätzlich gilt: Nur vollständige Gesuche werden bewilligt. Die detaillierten Bedingungen und erforderlichen Unterlagen für eine Förderzusage sind aus der Website www.dasgebaeudeprogramm.ch ersichtlich. Auf dieser Seite wird ein Fördergeldrechner bereitgestellt, wo Sie errechnen können, wie viel Sie für die Sanierung Ihres Gebäudes erhalten. Bei Fragen hilft die kantonale Energiefachstelle weiter.

 

Das meint der Experte

Steht eine Erneuerung Ihrer Liegenschaft an? Eine Investition in Energieeffizienz lohnt sich – für Sie und für die Umwelt.

Dr. Werner Leuthard leitet die Fachstelle Energie im Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Der studierte Physiker und dreifache Familienvater wohnt in Aarau und arbeitet seit 2002 beim Kanton.

Werden wir gleich konkret. Jemand besitzt eine ältere  Liegenschaft und hat Interesse, eventuell nötige Sanierungen vorzunehmen. Was raten Sie ihm?

Werner Leuthard: An erster Stelle gilt es abzuklären, in welcher Form das Haus in Zukunft genutzt werden soll. Bei einem kurz bevorstehenden Verkauf würde ich nicht mehr mit Umbauarbeiten beginnen, weil die Bedürfnisse des neuen Besitzers noch unbekannt sind. Steht jedoch kein Besitzerwechsel bevor, so empfehle ich, mittels eines Gebäudeausweises GEAK® eine Gesamtbeurteilung erstellen zu lassen. Wichtig ist dabei der Energieberatungsbericht. Das ist der eigentliche Anfang jeder Haussanierung. Er gibt Auskunft, wie es um die Liegenschaft steht. Der GEAK® „Gebäudeenergieausweis der Kantone“ zeigt auf, wie viel Energie ein Gebäude bei standardisierter Nutzung benötigt.

Ist es sinnvoll, Sanierungsarbeiten selber an die Hand zu nehmen?

Ich rate dazu, von Anfang an mit Fachleuten zusammenzuarbeiten. Am besten mit einem neutralen Berater, der die Übersicht über das Ganze behält. Für grössere Umbauten empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Architekten.
Dieser erstellt neben einem Kostenvoranschlag auch einen Terminplan damit die Arbeiten gut koordiniert und termingerecht ausgeführt werden können. Aufgrund der steuerlichen Abzugsfähigkeit der Investitionen kann auch eine Sanierung in Etappen sinnvoll sein. Bei kleineren Arbeiten, wie zum Beispiel dem Fensterersatz, kann der Eigentümer durchaus auch direkt Aufträge erteilen.

Das Gebäudeprogramm unterstützt Sanierungsarbeiten. Wie kommen Hausbesitzer an die Fördergelder?

Alle Informationen zum Gebäudeprogramm befinden sich auf der Homepage www.dasgebaeudeprogramm.ch. Die kantonalen Förderungen betreffend Haustechnik und weitere ausführliche Informationen der Fachstelle Energie finden Sie auch unter www.energie.ag.ch. Von den zwei Homepages können jeweils die entsprechenden Antragsformulare runtergeladen werden.

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