Die Reaktortypen in der Schweiz

- Kernkraftwerk Beznau
Beznau-1, Beznau-2, Mühleberg, Gösgen und Leibstadt sorgen dafür, dass in der Schweiz das Licht nicht ausgeht: Die an diesen Standorten beheimateten Kernreaktoren liefern zusammen rund 40 Prozent des hierzulande produzierten Stroms. Sie sind also ein wichtiger Pfeiler der Energieversorgung. Neben der Kernkraft ist die Wasserkraft mit einem Anteil von 55 Prozent ein sehr wichtiger Stromlieferant. Dieser Strommix aus Kernenergie und Wasserkraft stellt sicher, dass im Sommer wie im Winter, Tag und Nacht immer genügend Strom vorhanden ist.
So funktioniert ein Kernkraftwerk
Wer an einem KKW vorüber fährt, sieht vor allem kompakte Mauern - auf dieser Seite gewähren wir Ihnen einen tieferen Einblick.
Ein Kernkraftwerk besteht aus einem Nuklearteil, in dem durch Kernspaltung Wärme produziert wird, und aus einem konventionellen Teil, in dem die Wärme in elektrischen Strom umgewandelt wird.

- Umgebung Kernkraftwerk Beznau
Die fünf Kernkraftwerke der Schweiz sind mit Leichtwasserreaktoren ausgerüstet. In Leichtwasserreaktoren werden die Brennstäbe ständig von Wasser umströmt. Das Wasser hat zwei Aufgaben: Es fungiert erstens als Kühlmittel und befördert die Energie in Form von heissem Dampf aus dem Reaktor hinaus zu den Dampfturbinen. Zweitens wirkt es als Moderator, indem es das Tempo der per Kernspaltung freigesetzten Neutronen (elektrisch ungeladene Bausteine des Atomkerns) auf thermische Energie abbremst.
Von Leichtwasserreaktoren gibt es zwei Varianten: Druckwasserreaktoren und Siedewasserreaktoren. Beide sind in der Schweiz vorhanden.
Der Druckwasserreaktor (DWR)
Bei dieser Bauart wie in den Kernkraftwerken Beznau-1, Beznau-2 und Gösgen wird das Wasser unter hohem Druck erhitzt. Ein Druckgefäss verhindert, dass das Wasser zu sieden beginnt. Das erhitzte Wasser wird zu Dampferzeugern ausserhalb des Reaktors geleitet, wo es seine Wärme an einen weiteren Wasserkreislauf abgibt. Das dabei verdampfte Wasser des zweiten Kreislaufs treibt die Turbinen im konventionellen Teil des Kernkraftwerks an.
Der Siedewasserreaktor (SWR)
In einem Siedewasserreaktor wie in den Kernkraftwerken Leibstadt und Mühleberg wird das Wasser beim Durchfluss durch den Reaktorkern zum Teil verdampft. Der Dampf wird abgesondert und zur Turbine mit dem Generator geführt. Der Dampf enthält Spuren radioaktiver Stoffe. Diese sind allerdings extrem flüchtig und bringen die Betriebsangestellten nicht in Gefahr: Wenn der Reaktor abgestellt wird, ist die Radioaktivität nach wenigen Minuten vollständig abgeklungen.
Sie können sich also sicher sein: Wenn Sie über einem Kühlturm Dampf sehen, handelt es sich nur um Wasserdampf, der keine radioaktiven Stoffe, kein Kohlendioxid oder anderes klimaschädliches Gas enthält.






