Biomasse: Energie vom Acker

Energie gewinnen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder Stroh – das klingt wie die Lösung vieler Probleme auf einen Schlag. Doch was ist wirklich dran an der Bioenergie?

Der Gedanke, die in Biomasse gespeicherte Energie zu nutzen, ist nicht neu:
Seit Menschengedenken ist das Verbrennen von Holz die älteste Form der Energiegewinnung. Heute stehen Technologien zur Verfügung, mit der Verbrennung von Biomasse Energie auch auf grosser Stufenleiter zu erzeugen.

Was ist Biomasse?

Biomasse bezeichnet alle organischen Stoffe pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, aus denen sich Energie gewinnen lässt. Das Prinzip, das hinter der Biomasse steckt, ist die Photosynthese: die Fähigkeit von Pflanzen, eingestrahlte Lichtenergie der Sonne in biochemische Energie umzuwandeln. Biomasse ist somit nichts anderes als in Pflanzen gespeicherte Sonnenenergie. Freigesetzt wird diese Energie dann als Wärmeenergie, wenn Pflanzen verbrannt werden.

Fest, flüssig oder gasförmig

Biomasse muss nicht unbedingt in festem Zustand vorliegen. Aus dem wichtigsten flüssigen Bioenergieträger Raps beziehungsweise Sonnenblumenöl wird zum Beispiel sogenannter Biodiesel gewonnen. Und auch die in gasförmigem Zustand vorliegende Biomasse kann in Energie umgewandelt werden. So entsteht Biogas, wenn Gülle oder organische Abfälle mit Hilfe von Mikroben zur Gärung gebracht werden.


Biomasse ist klimaneutral

Die Vorteile der Bioenergieträger liegen auf der Hand: Sie gehen nicht wie fossile Energieträger irgendwann zur Neige. Zudem entsteht bei der Energiegewinnung aus Biomasse jedes Mal nur so viel Kohlendioxid, wie die Pflanzen bei ihrem Wachstum in sich aufgenommen haben. Die Produktion erfolgt also klimaneutral. Pro Jahr könnten in der Schweiz insgesamt rund 1,6 Millionen Tonnen Bioabfälle vergärt werden. Im Unterschied zur reinen Entsorgung von Bioabfällen schliesst sich bei ihrer Verwertung in einer Biomasse-Anlage der Stoffkreislauf.

Axpo Kompogas AG

Aus einer Tonne können je nach Art des Bioabfalls zwischen 600 und bis zu 1 000 Kilowattstunden (kWh) Energie erzeugt werden. Als wertvolles Nebenprodukt bleiben am Ende des Prozesses rund 900 Kilogramm Naturdünger in fester und flüssiger Form übrig. Das Kompogas-Verfahren der Axpo Kompogas AG produziert aus kommunalen und gewerblichen Bioabfällen nachhaltig und sicher Biogas. Dieses wird als Ökostrom/Wärme oder Treibstoff genutzt. Die Axpo Kompogas AG ist weltweit Markt- und Technologieführerin und hat sich als Anlagenbetreiberin und -bauerin profiliert.


Weitere Informationen über die Axpo Kompogas AG erhalten Sie unter folgendem Link.

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