Energiestädte haben die Nase vorn

Mehr über das Label «Energiestadt» und wie man zu dieser Auszeichnung kommt, erfahren Sie unter folgenden Links:
www.energiestadt.ch
www.nachhaltigegemeinden.ch

Kennen Sie den Aargau?

Vielen Dank für Ihr Interesse am AEW Gewinnspiel. Die Teilnahme ist nicht mehr möglich (Teilnahmefrist 31.12.2010). Wir freuen uns, wenn Sie jedoch beim nächsten Gewinnspiel im März 2011 teilnehmen.

Die Energiestadt Lengnau ist immer auf Trab

Lengnau trägt das Pferd im Wappen. Einst trabte es, heute scheint es zu galoppieren – nicht schnell und ziellos, sondern wohl geführt und gut orientiert. Lengnaus Verantwortliche halten die Zügel sicher in den Händen und wissen, wohin die Reise geht. Vor allem in Fragen rund um die Energie.

Lengnau ist auch eine Stadt

Lengnau ist Energiestadt. Das Label wurde ihr am 30. November 2004 von der Labelkommission des «Trägervereins Energiestadt» zuerkannt und am 4. Januar 2005 durch Regierungsrat Peter C. Beyeler höchst persönlich überreicht. Das vom Bund verliehene Label «Energiestadt» erhalten Gemeinden jeder Grösse (Zürich zum Beispiel führt die Rangliste an), wenn sie den Nachweis für eine konsequente Energiepolitik erbringen können. Dazu Gemeindeammann Kurt Schmid: «Die Auszeichnung als Energiestadt ist für Lengnau viel mehr als «nur» ein Label. Sie ist ein Leistungsausweis für unsere konsequente Energiepolitik.» Eigentliche Initialzündung war der Wärmeverbund mit Holzschnitzelheizung. Die Anlage mit einer Leistung von 1'200 Kilowattstunden ging bereits 1996 ans Netz. Von da an war klar: Lengnau achtet noch mehr und immer intensiver auf einen verantwortungsvollen Umgang mit kostbarer Energie.

Der Katalog ist umfangreich

Was Lengnau energiepolitisch alles erreicht hat, ist auf der Homepage auf einen Blick gut zu sehen. Der Katalog ist umfangreich und reicht von der sinnvollen Büromaterialbeschaffung über die systematische Trennung von Schmutz- und Oberflächenwasser bis hinzu einer guten Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr sowie der Installation einer Photovoltaikanlage. Die Erfolgskontrolle vom Juli dieses Jahres ergab das erfreuliche Resultat von 266 erreichten Punkten oder 66 Prozent des maximal Möglichen (405 Punkte sind das Maximum, 50 Prozent müssen erreicht werden). Ein Ergebnis, das vor allem auch dem Einkauf von AEW Flussperle-Ökostrom zu verdanken ist. «Mit dem Resultat sind wir mehr als zufrieden », sagt der Ammann, «es war unsere Absicht in die obere Hälfte aller bewerteter Städte zu kommen. Nun sind wir gar im ersten Drittel!» Es sind folgende sechs Themengebiete, die hauptsächlich kontrolliert und bewertet werden: 1. Entwicklungsplanung und Raumordnung, 2. Kommunale Gebäude und Anlage, 3. Versorgung und Entsorgung, 4. Mobilität, 5. Interne Organisation, 6. Kommunikation und Kooperation.

Die Gemeinde macht’s vor

So bekommt beispielsweise jemand, der von der Gemeinde Bauland erwerben will, dieses nur unter der Bedingung und der Auflage, im Minergie-Standard zu bauen. Die Gemeinde verlangt aber nicht nur, sondern lebt auch vor: Sämtliche gemeindeeigenen Gebäude unterliegen einer strengen Energiebuchhaltung. Das Gebäud -Management sieht Renovationsarbeiten dort vor, wo sie notwendig sind und eine Energieersparnis versprechen. Vor Jahresfrist konnte in der Gemeinde der 2'500 Einwohner begrüsst werden. Und es geht weiter aufwärts. Gerade im Umfeld einer wachsenden Bevölkerungszahl sieht sich die Gemeinde deshalb in der Pflicht, grosse Anstrengungen zum Schutz der Umwelt zu unternehmen. Für den Gemeindeammann ist erfreulich, wie interessiert und engagiert die Bevölkerung die einzelnen Projekte begleitet. Die Holzbewirtschaftung im eigenen Wald findet grossen Anklang, schafft sie doch Arbeitsplätze vor Ort und liefert zugleich den nötigen Nachschub an Brennmaterial für die beiden Heizkessel des Wärmeverbundes.

Mit dem Velo geht’s auch

Wer durch Lengnau schlendert, schaut vom intakten Dorfkern auf die nahen Hügel des oberen Surbtals. Das Dorf lebt, es ist kein Ort nur zum Schlafen. Und hier lässt es sich gut leben. Trotz 600 Arbeitsplätze im Dorf arbeiten viele Lengnauerinnen und Lengnauer auswärts. Dank der Initiative der Gemeinde verkehren Busse im Viertelstundentakt ins nahe Baden. Wer in Lengnau wohnt, braucht also nicht unbedingt ein Auto. Ein Velo und ein GA reichen völlig. Währenddessen arbeitet die Energiestadt- Kommission weiter. Die fünf Mitglieder unter Rührung des Präsidenten Markus von Allmen stehen in der Pflicht. In zwei Jahren steht wieder ein Re-Audit an. Dann möchte man auf der Rangliste noch weiter nach oben klettern und die 66 Prozent überbieten. Die Kommissionsmitglieder, unter ihnen als Vertreter der Gemeinde auch Kurt Schmid, sind guten Mutes, die hochgesteckten Ziele auch zu erreichen. Schliesslich ist Lengnau auf Trab. Und das Pferd im Wappen, wenn man es auf der Homepage anklickt, wiehert und bäumt sich auf – gerade so als wollte es die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges bestätigen.

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